NO LIMIT

Das NO LIMIT Logo. Eine hellblauer Umriss einer Rakete im Neonreklamestil der 90er Jahre. Darüber ein pinker Schriftzug: NO LIMIT.

It’s show time! Wir feiern die Umkehrung der Verhältnisse: Im NO LIMIT-Kosmos bilden Menschen mit Behinderung die Mehrheit. Und die Norm. Ihr Versprechen an die Minderheit heißt „Inklusion“. Menschen mit besonderen Bedürfnissen (Nicht-Behinderte) sollen jetzt auch mitmachen dürfen. Deshalb wird mit großer Geste für deren Belange sensibilisiert und Solidarität in Aussicht gestellt. Großes Bühnenbesteck, Tutti Frutti für alle!

So wollten wir Theater machen. Nun hat die Realität uns eingeholt. Mit Covid-19 sickert die individuelle Erfahrung, in den eigenen Möglichkeiten begrenzt zu sein, in den kollektiven Gesellschaftskörper. The Show can‘t go on, aber wir drücken den Buzzer und bleiben auf der Bildfläche. Wir verlegen die Show ins Virtuelle, denn jetzt ist genau der richtige Moment, den Begriff von Norm in die Zange zu nehmen und sich zwei Fragen zu stellen. Zu welcher Norm wollen wir nach der „Ausnahmesituation“ eigentlich zurückkehren? Und wollen wir in der Norm der Zukunft weiterhin Strategien der Selbstausbeutung glorifizieren?  

Eine Produktion von Angela Alves in Koproduktion mit Sophiensaele, Berlin und Schaubühne Lindenfels, Leipzig. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, dem Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Mit freundlicher Unterstützung von TURN. Neue Bewegung für Multiple Sklerose e.V. und mit Dank an „Aktion Mensch“ für die Bezuschussung der barrierefreien Maßnahmen. In Kooperation mit TATWERK | Performative Forschung.

Radiobeitrag RBB KULTUR von Birgit Galle zu NO LIMIT